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Frank Kämpfer, Deutschlandfunk über die CD „heart“
Sendung „die neue Platte“
Die nächste CD ist als Debut ein Aushängeschild. Sie dokumentiert das Spiel einer beeindruckenden, eigenwilligen, in Deutschland zweifellos zu wenig bekannten Akkordeonistin – und sie birgt ein handverlesenes Programm.
Für Margit Kern, Jahrgang 1967, erfordert jedes einzelne Werk, das sie spielt, eine Sonderbehandlung – neben der analytischen setzt es auch intuitive Durchdringung voraus. Ein Werk, so ihr im CD-Booklet selbst formulierter Anspruch, wird hörbar erst in der Verschmelzung des eigenen Körpers mit dem Klang-Körper, dem Instrument. Ihre Darbietung gleicht einer Choreographie, die Innerstes und Äußerstes miteinander verbindet. Kern, die ihr Instrument an der Bremer Hochschule für Künste lehrt, vermittelt in ihren Konzerten so Neue Musik als mit allen Fasern durchlebte Aktion, die voller Botschaften ist.
Wenngleich ihr die visuelle Ebene fehlt, so vermittelt dies auch die im Sendesaal von Radio Bremen produzierte und beim Label edition zeitklang soeben erschienene CD namens „Heart“. Sieben im Laufe der letzten 10 Jahre entstandene Werke kreisen hierauf um die Metapher des Herzens, die für Komponisten und Interpretin zugleich emotionale wie körperliche Aspekte enthält. Eckart Beinke’s Bhi und Bernfried Pröve’s Herzstück sind der Interpretin gewidmet, Jukka Tiensuu und Tapio Nevanlinna verweisen auf Kern’s besonderen Finnland-Bezug. Insgesamt fordern die versammelte Titel von der Solistin spiel-technisch alles und Margit Kern gelingt darüber hinaus, was Avantgarde Literatur auf CD fast immer fehlt: Musik beginnt wie von selber zu sprechen, sie wird beredt, ihre Mitteilung drängt sich unweigerlich auf.
Und das schreiben Printmedien:
Max Nyffeler schreibt in:
Partituren - Das Magazin für klassische Musik
Das Akkordeon als Instrument der neuen Musik hat inzwischen eine längere Geschichte. Mit Werken von sieben Komponistinnen und Komponisten zeigt Margit Kern nicht nur das breite Spektrum seiner heutigen Möglichkeiten. Sie erweist sich auch als führende Vertreterin ihres Fachs: eine vielseitige Vollblutmusikerin, die das Charakteristische jedes Werks intuitiv erfasst.
(3 I Heart, Edition Zeitklang ez-22024)
Stader Tageblatt
Im Hüller Festival „Im Atelier der Klänge“ erfüllte Sofia Gubaidulinas Musik den Raum zwei Tage lang im fünfmal meist vollbesetzten KunstRaum. Aus ihrem Lebenswerk gab es signifikante Beispiele überbracht von hochklassigen Musikern, die immer wieder zu heftigem Applaus herausforderten.
So gab Margit Kern aus Bremen, in bester Erinnerung seit ihrem Auftritt mit koreanischer Musik, der religiös motivierten Bekenntnismusik Sofia Gubaidulinas großes Profil. Ihr Akkordeon mit der Klangfülle einer kleinen Orgel durchmaß die weiten Räume einer Gottsuche vom Seufzer bis zum Donnerhall. Zusammen mit ihrem vorzüglichen Cellopartner Matthias Moosdorf stimmte sie in der Komposition „In croce“ einen sich über die dicht gewebte Struktur frei schwingenden Gesang der Sehnsucht an, der einem „durch und durch“ ging. Im Trio „Silenzio“ zeigten beide Musiker zusammen mit dem Geiger Andreas Seidel, dass Stille kein Ruhekissen, sondern der aufwühlenden Emotion fähig ist. ...
Harald Gillen
Nordwestzeitung
Mit Liedern mutvoll gegen das Vergessen agieren
Sängerin Christina Ascher und Akkordeonistin Margit Kern begeistern mit „jüdischer Poesie“... Mit ihrem Bukowina-Abend schafften die Künstlerinnen Einzigartiges.
LR
Saarbrücker Nachrichten
Hochkarätiges Akkordeonkonzert in der Landesakademie.
Als Meisterin ihres Faches präsentierte sich die Akkordeonistin Margit Kern. ...
Großartig die Präsentation von Margit Kern die eine beachtliche Virtuosität und große Liebe zur Akkordeonmusik zeigte. ...
Ad
Wilhelmshavener Zeitung
Moderne Musik – gut besucht
Oh-Ton-Konzert, Margit Kern war zu Gast in der Kunsthalle
Eine große Musikerin stellte sich in einem Oh-Ton Konzert dem Wilhelmshavener Publikum vor, wobei der ein oder andere gar eine weitere Anreise in Kauf nahm.
Die in Hannover lebende Musikerin Margit Kern gehört zu den wenigen Akkordeonisten in Deutschland, die auf internationalem Niveau Konzerte als Solistin, Kammermusikerin und im Orchester spielt. In der Kunsthalle stellte sie vier Werke der Neuen Musik vor, in deren Mitte 3 Rondos von Carl-Philipp-Emanuel Bach (aus der Sammlung für Kenner und Liebhaber) standen.
Die lebhafte Spielfreude von Margit Kern zog sich durch das ganze Programm wie auch ihr sichtbarer Genuss an der Perfektion der Instrumentenbeherrschung. Mit kurzen Kommentaren zu den einzelnen Stücken führte die Musikerin in sympathischer Weise durch das Programm.
Sehr schön zu hören war, wie modern der Bach-Sohn in seiner Zeit war. Ungerade Perioden, Abbrüche, hörenswerte Modulationen und eine fast vollkommen freie Form füllend, lässt dieser CPE Bach die Tradition hinter sich: Neue Musik seiner Zeit, von Margit Kern mit ausdrucksvoller virtuoser Leichtigkeit dargeboten.
Die lebenden Autoren, wie z.Bsp. Charlotte Seither, kennen das Instrument und widmen sich neben Strukturellem den spezifischen Klangmöglichkeiten des Akkordeons. Weitestgehend auf diesen Aspekt fokussiert der Finne Jukka Tiensuu sein „Zoöo“, mikrotonale Schwebungen, Vibrationen und dunkel-finstere Klänge, die nur aus dem Akkordeon kommen können. Ein anderer finnischer Komponist ist Tapio Nevanlinna, sein Stück „Hug“ zu deutsch „Umarmen“ von 2002 ist ein gutes Beispiel dafür wie wohlklingend und nahezu zärtlich Neue Musik heute klingen kann. Zwei Linien umgarnen sich, überlagern sich, loten Schwebungen aus entfernen sich, werden eins, führen ihr Eigenleben – plötzlich ist es vorbei. Anders Younghi Pagh-Paan, zur Zeit Kompositionsprofessorin in Bremen, sie bezieht sich auf ein Gedicht von H.C.Artmann, ihre Musik hält inne, sammelt sich und bricht, sehr offensichtlich durch den zusätzlich zu spielenden Einsatz von Schlaginstrumenten. Die Musik nimmt Anläufe, kündigt an, aber löst die Erwartung nicht ein – offen abstrakter als „umarmen“.
Es war sehr neue Musik zu hören, die – außer Bach – im Zeitraum von 1996 bis 2002 entstanden ist. Dicht am Puls der Autoren und dennoch vier sehr unterschiedliche Stücke. Bestimmt auch Musik, die häufiger gehört werden will, bis sie sich dem Zuhörer erschließt.
Der auffallend gute Besuch ließ den ließ den begrüßenden Leiter der Kunsthalle, Dr. Daniel Spanke, die Bitte vortragen, „die jüngeren im Publikum mögen sich doch bitte auf die Treppe setzen, man habe keine Stühle mehr“. Und dieses Publikum hörte einer durchaus nicht einfach zu hörenden Musik durchaus konzentriert zu. Die Neugier und das Interesse, etwas NEUES zu hören, waren deutlich spürbar, unabhängig vom Anspruch des Gefallens. Aber war das nicht schon immer so – nur, dass bis vor 150 Jahren ausschließlich Musik der Gegenwart zu hören war.
Bei dem Können und dem Engagement ist es besonders erwähnenswert, dass Margit Kern sich und ihr Instrument Schülern der Cäcilienschule in einem Besuch nahe brachte, ebenfalls organisiert vom Oldenburger Verein „oh ton“. Margit Kern wollte jungen Menschen von der Vielfalt der Neuen Musik berichten, demonstrieren und mit ihnen diskutieren.
Holsteiner Kurier
Ungewöhnliches Hörerlebnis im „Hof Lübbe“
Margit Kern verband Barockes und Zeitgenössisches aus Finnland und sorgte damit für ein ungewöhnliches Hörerlebnis. Scarlatti stellte schon zu seiner Zeit höchste Anforderungen an die Interpreten. Margit Kern meisterte diese mit unvergleichlicher Leichtigkeit. ...
Bergstraße Anzeiger
Von der Klassik in die Moderne, von harmonischen Klängen zur brüchig-kontrastreichen Dissonanz; In den Händen von Margit Kern wird das Akkordeon zum Alleskönner.
Die exzellente Musikerin ist auch in Gefilden zu Hause, die die Möglichkeiten des Instrumentes bis zum Anschlag ausreizen. Schon eingangs überraschte sie mit der Komposition „Herzform, Krater“ Charlotte Seithers. Zwischen kurzen harmonisch wiederkehrenden melodischen Bögen ist scheinbar musikalisches Neuland eingebettet – eine terra incognita, formlos, uneben, zerrissen, und zerklüftet. Ein Spannungsgefüge – bis zum Bersten getrieben. ...
Margit Kern gelingt es auch in „Zolo“ von Jukka Tiensuu einmal mehr, die Kraft der Emotionen in der Musik zu verankern. In sanftes Vibrieren bricht plötzlich ein fulminanter raumgreifender Klangwirbel ein. ...
Ein spannungsreiches Konzert, das mit ungewöhnlichen Klangnuancen überraschte und das Akkordeon als äußerst vielseitiges Instrument zeigte.
Husumer Nachrichten
Begeisterndes Duo für Akkordeon und Cello: Ganz neuartige Klangerlebnisse
...Dass zeitgenössische Musik ein Feld ist, das sich für derartige Experimente besonders eignet, bewiesen die Künstler mit ihrem außergewöhnlichen Programm. Zu Beginn spielte Margit Kern, die ihr Instrument virtuos beherrscht, Sätze aus einer Messe von Girolamo Frescobaldi sehr differenziert und durchsichtig. Die Kompositionen von Janacek, Lindbergh und Yun eröffneten dem Akkordeon Klangbereiche, die als authentische Ausdrucksmittel neu erschlossen sind. Ein besonderes Beispiel gab hiervon das Werk von Isang Yun, in dem esoterische asiatische Klänge mit europäischer Avantgarde eine Synthese von großem Reiz bildeten. ...
Hedwig Schröder
Kleine Zeitung Österreich
Welch klangliche Brillanz das Akkordeon entfalten kann, war am Donnerstag Abend im Freskensaal des Stiftes Viktring zu erleben. ...Fulminant etwa Sofia Gubaidulinas „De profundis“, mit dessen Vortrag Margit Kern die schier unbegrenzten Klangmöglichkeiten dieses Instrumente auslotete.
FS
Kärntner Tageszeitung
Enorme Klangvielfalt
Margit Kern zaubert eine Klangvielfalt, die man sich nie und nimmer von einem Akkordeon erwarten würde. Würdevolle Orgelklänge, das süße Schmeicheln der Streicher, die Heiterkeit der Flöte – alles vermeint man zu hören.
Kern versteht es, dem Akkordeon besinnlich ruhige Klänge zu entlocken, die sich gleich darauf in wüste Drohungen verwandeln. Aus scheinbar heiteren Passagen baut sich Spannung auf, die sich explosiv entlädt.
Klassik und Neue Musik
Bezaubernd, wenn sie Literatur aus der Zeit Joseph Haydns interpretiert. Faszinierend ihre Interpretation Neuer Musik ...
Hannes Wendtland
Niedersächsisches Tageblatt Landeszeitung
Margit Kern verhalf Mauerblümchen zum Aufschwung
... Margit Kern, technisch und künstlerisch profunde Anwältin des Instrumentes hielt das kontrastreiche Spannungsfeld des Werkes Aufschwung von Jukka Tiensuu geschickt im Lot. ... In Klaus Hubers „Ein Hauch von Unzeit“ erwies sie sich als hochklassige Interpretin, die das komplexe Puzzle mit seinen divergierenden Teilen zusammenfügte. ... Der steile Aufstieg zum Konzertknüller wird sich fortsetzen.
hjr
Nordwest Zeitung
Neueste Musik – gestern und heute
... Havels „Knitt“ brachte ein erfreuliches Wiederhören mit der beeindruckenden Akkordeonistin Margit Kern und inspiriertes Ensemblespiel. ...
Christiane Maaß
Schwäbische Zeitung
...Kühn über die Grenzen der Tonalität wandelnd klang es, als improvisiere sich in elegischen Minimalismen ein Bandoneonspieler moderner Prägung selbstverloren einen Variationsreigen herbei, jeden Ton einzeln gestaltend, die Tonfolgen atmend phrasierend und die Minimalabschnitte wohlbedacht registrierend....
Thomas Fitterling
Schwarzwälder Bote
Renaissance eines Musikinstrumentes
Außergewöhnliches Konzertereignis in der Galerie
An zeitgenössischer Musik erlebte man, dass das Konzertakkordeon ein Instrument mit großen Ausdrucks- und Klangmöglichkeiten ist. Diese neue Klanglichkeit haben die Komponisten entdeckt, um das Empfinden unserer Zeit damit auszudrücken.
So vieles aus unserer Lebenswelt ist da eingefangen in extremen Kontrasten, intensiven Empfindungen und auch Zartheit. Margit Kern spielte nicht nur den Text auf ihrem Instrument, sie war vielmehr selber das Instrument, der Lebensausdruck dieser musikalischen Aussage.
Siegfried Burger
Frankenpost
Nicht nur ein Konzert sondern ein großes Erlebnis für Sinne und SeeleKlänge, wie es sie wahrscheinlich nie zuvor im Fichtelgebirge zu hören gab, so bezeichnete Joachim Twisselmann das Akkordeonkonzert, das im Rahmen einer Tagung für Schülerinnen und Schüler stattfand. Margit Kern heißt die Künstlerin, die die vornehmlich jugendlichen Zuhörer in ungekannte Klangdimensionen entführte.
...in sich versunkene Innerlichkeit bis zu wilden Ausbrüchen, gläserne Zerbrechlichkeit und plötzliche Zartheit waren zu hören. Dieses Konzert war eine Bereicherung. Nicht nur für den Gehörsinn, sondern für alles, was nicht nur vom Rationalen gesteuert und beeinflusst wird. Ein Erlebnis.
Cosima Lutz
Offenbach Post
Eine Virtuosin auf dem Akkordeon
... musikalischer Höchstgenuss und begeisterndes musikalisches Können begeisterten die Zuhörer. ...
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